08.03.2012

Diabetologen organisieren sich auf Bundesebene

Rheinländischer Berufsverband wird Mitglied des Bundesverbandes der niedergelassenen Diabetologen

Die Diabetologen der KV-Region Nordrhein möchten ihre Vertretung auf Bundesebene stärken und sind aus diesem Grund Mitglied des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen (BVND) geworden. Der Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen Nordrhein (BdSN) ist der erste westdeutsche Regionalverband, der dem BVND beigetreten ist. „Wir sind eine kleine Berufsgruppe –  da ist Zusammenhalt sehr wichtig“, begründet Dr. Matthias Kaltheuner aus dem Vorstand des BdSN die Entscheidung. „Bundesbehörden und Bundesverbände anderer Fachrichtungen möchten auch auf diabetologischer Seite mit einem Bundesverband sprechen. Das können wir als einzelne Regionen nicht leisten und daher geht es für uns auf Dauer nicht ohne eine starke Bundesebene“, erklärt Dr. Kaltheuner weiter. „So können wir die Situation der 7 bis 8 Millionen an Diabetes Erkrankten langfristig durch bundesweite Versorgungsstrukturen weiter verbessern.“

Ein Bundesverband, der die regionale Arbeit begleitet, habe auch den Vorteil, dass er Fehlentwicklungen und -steuerungen vorbeugen könne. „Die Vertragslandschaft ist ganz klar regional verortet. Das kann aber beispielsweise bedeuten, dass jede Region unterschiedliche Honorare vereinbart. Ein Bundesverband, der hier den Überblick behält, kann für die nötige medizinische und wirtschaftliche Geschlossenheit sorgen“, so Dr. Kaltheuner. Dabei sei es richtig und wünschenswert, wenn möglichst alle Regionen ihren Erfahrungsschatz für alle zugänglich machen würden, ohne die Eigenständigkeit aufzugeben. „Wir sind im BdSN mit dem Fußnetz, dem GestDiab-Projekt zu Schwangerschaftsdiabetes und dem wissenschaftlichen Institut der niedergelassenen Diabetologen, winDiab, sehr engagiert. Das möchten wir auch zukünftig beibehalten. Zusätzlich wollen wir uns jedoch im BVND aktiv einbringen und Verantwortung übernehmen.“

Der BdSN ist als Regionalverband gut aufgestellt: 123 von 160 Diabetologen im Rheinland sind Mitglied des BdSN. Dr. Kaltheuner sieht den Grund für die hohe Mitgliederzahl im Verbandsklima: „Wir pflegen einen kooperativen Stil, mit dem wir nicht Einzelpersonen voranbringen möchten, sondern die Sache – die gemeinsamen Interessen aller Diabetologen und natürlich vor allem das Wohl der Patienten.“ Der BdSN hofft, dass andere Regionalverbände dem Beispiel folgen und dass auf Dauer eine solide diabetologische Vertretung auf Bundesebene erreicht werden kann. Langfristig stellen sich die Mitglieder des BdSN eine Art Länderbeirat vor, der einen regelmäßigen Austausch fördert und gemeinsame Projekte vorantreibt.

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