06.11.2012

Weltdiabetestag 2012

Die Epidemie schreitet voran – aber Vorbeugen ist möglich


Viele Menschen können ihre Diabeteserkrankung verhindern. Diese Botschaft betont der Be-rufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN) zum Weltdiabetestag am 14. November. „Jede Bewegung hilft, es muss gar kein Sport sein. Auch ein Spaziergang tut schon viel Gutes. Weniger essen hilft ebenfalls und spart dazu auch noch Geld. Beides - mehr Bewegung und weniger essen - beugt Diabetes vor und hilft auch Menschen, die bereits erkrankt sind”, erläutert Dr. Matthias Kaltheuner aus dem Vorstand des BdSN. Allein in Leverkusen sind aktuell rund 15.000 Menschen an Diabetes erkrankt und es werden immer mehr. Fast 1.000 Fälle kommen allein in Leverkusen jährlich neu hinzu. „Den Menschen ist nicht klar, dass zu viel Essen und Bewegungsmangel sie krank machen. Dabei könnten viele von ihnen den Ausbruch des Diabetes vermeiden oder zumindest ins höhere Alter verschieben.

Ärzte und Krankenkassen helfen

Für die vielen Menschen, die bereits erkrankt sind, bieten Hausärzte und Diabetologen Medika-mente, aber vor allem auch Beratung und Schulungen an. Die Patienten lernen dort, wie sie mit ihrer Krankheit am besten umgehen und was sie tun können, um Folgeerkrankungen zu vermei-den. Die Krankenkassen fördern durch diese Chronikerprogramme (DMP) die Diabetesbehandlung bereits seit Jahren. In Leverkusen sind alleine im Typ 2 Diabetesprogramm 2011 10.500 Menschen eingeschrieben gewesen. „Das DMP ermöglicht uns eine intensivere Behandlung der Patienten und führt so dazu, dass weniger Folgeschäden aufgrund des Diabetes auftreten. Dies beobachten wir vor allem bei den Augenerkrankungen – schwere Formen sind hier deutlich seltener geworden“, erklärt Dr. Matthias Kaltheuner aus dem Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN) den großen Nutzen der DMP.

Handeln, bevor es zu spät ist
„Trotz aller Behandlungsmöglichkeiten ist Vorbeugen immer am besten! Wir können den Diabe-tes und seine Folgeerkrankungen zwar so behandeln, dass es den Patienten besser geht und einiges verhindert wird, aber einmal geschädigte Augen oder zerstörte Nerven können wir nicht ersetzen. Daher müssen die Patienten dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt”, unterstreicht Dr. Kaltheuner. „In Leverkusen gibt es viele Sportvereine und Lauftreffs. Auch für leichte Bewegung findet sich immer eine Möglichkeit. Unsere Botschaft an alle Patienten kann nur sein: Werden Sie aktiv und gehen Sie spazieren, laufen, radeln oder tun Sie, was Ihnen Freude bereitet – Hauptsache Bewegung und nicht zuviel Essen!“

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